• Susanne Bilz

Wer macht die Regeln, an die wir uns nicht halten sollten?



„Ich kann keine Ringe mehr tragen, meine Hände sehen zu alt aus!“


Dieser Satz von einer attraktiven Mittfünfzigerin machte mich kürzlich sehr stutzig. Wer macht diese Regeln, denen wir uns ständig unterwerfen? Hat es je einen Mann gegeben, der seinen Siegelring auszog, weil er seine Hand zu alt dafür fand? Ich kann es mir kaum vorstellen und sicher hat er nicht mal einen Gedanken daran verschwendet. Wir Frauen sind dagegen viel zu oft damit beschäftigt zu überlegen, was uns an uns selbst nicht gefällt, was optimiert werden könnte oder verbessert werden müsste.


Nehmen wir Instagram. Für die Männer ist es Information. Sie sehen sich die neusten Sport-Tools und Stories an und was sie sonst noch gut finden und setzen ein paar ‚likes‘, fertig. Wir sind auf Instagram zur ‚Inspiration‘. Und obwohl wir ganz genau wissen, was selbst die gängigste Bildbearbeitungs-Software leisten kann, werden wir blitzschnell zum Aschenbrödel, nur leider ohne die kleinen Vögelchen, die uns das Traumkleid für die rauschende Ballnacht überziehen und die Mäuse, die uns zum Märchenprinzen chauffieren. Wir sehen uns dann in Konkurrenz zu so viel mehr Schönheit, Glück und Erfolg und Klicks und baden uns in Selbstkritik.


Schade um all die Zeit und Energie, die wir für solche Gedanken aufbringen. Denn diese Art von Selbstkritik ist weder zielführend noch hilfreich und wir sollten sie deshalb einfach sein lassen. Wir sollten sie in ein Tuch wickeln, unten ins Regal stellen und ganz weit nach hinten schieben.


Lasst uns unserer Energie stattdessen zur Selbstreflexion nutzen. Sie hilft uns herauszufinden, was zu uns passt, was uns stärkt, was wir gut können und worin unsere Ziele liegen. Kurz gesagt, auch mal auf das Positive konzentrieren. Daraus entsteht das, was unseren ganz persönlichen Stil ausmacht, das Wissen um unsere eigene Stärke und Wirkung und das Selbstbewusstsein für ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben.


Und wenn wir diesen eigenen Stil gefunden haben, dann tragen wir auch einen großen Ring an einer Hand, der man ansehen darf, dass sie uns schon immer begleitet und vieles leistet. Und wir sind stolz darauf!


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